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Eine medizinische Fachkraft in OP-Kleidung steht in einem Operationssaal neben dem SAM® UV-C-Desinfektionsroboter, umgeben von medizinischen Geräten und einem Operationstisch.

Innerhalb einer Woche vollständig betriebsbereit: Wie Tergooi MC und CSU SAM® nahtlos im OP integrierten

Im Rahmen von fünf Jahren SAM in der Praxis blicken wir dieses Mal auf den Einsatz von SAM in den Operationssälen des Tergooi Medical Center, wo die Reinigungsdienste von CSU erbracht werden.

Eine bemerkenswerte Umsetzung, denn während die meisten Krankenhäuser Zeit benötigen, um mit SAM ihre neue Routine zu finden, arbeitete der Desinfektionsroboter hier bereits nach nur wenigen Tagen mit voller Kapazität.

Wie hat das Team das geschafft? Welche Entscheidungen sorgten für eine so reibungslose Umsetzung, und was können andere Krankenhäuser daraus lernen? Wir sprachen mit Mikel Bakker, Operations Manager bei CSU Zorg und der treibenden Kraft hinter dem erfolgreichen Start von SAM am Tergooi MC.

Ein starker Start vor dem Sommer

Schon vor den Sommerferien 2024 wurde das gesamte CSU-Reinigungsteam im Tergooi MC im Umgang mit SAM geschult. Für viele Mitarbeitende war es die erste Begegnung mit einem vollautonomen Desinfektionsroboter; spannend, aber vor allem lehrreich. In den Schulungen lag der Schwerpunkt stark auf der Praxis: Was passiert, wenn jemand den Raum betritt, während SAM arbeitet, und kann der Roboter autonom weitermachen, während Sie einen anderen Raum reinigen? Diese Fragen wurden ausführlich besprochen und Schritt für Schritt beantwortet, sodass die anfängliche Anspannung schnell von Neugier übertroffen wurde.

In den darauffolgenden Wochen wurde SAM in den OP-Sälen getestet und die Arbeitsabläufe weiter verfeinert. Reinigungskräfte und OP-Personal konnten sich an die neue Arbeitsweise gewöhnen und erleben, wie SAM in der Praxis funktionierte. Der Fokus lag dabei nicht nur auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, sondern auch auf einem wichtigen gemeinsamen Ziel von Tergooi MC und CSU: der Reduzierung des Einsatzes chemischer Mittel. Mit SAM wollte man zu einer nachhaltigeren Art der Desinfektion übergehen, ohne Kompromisse bei Qualität oder Hygiene einzugehen.

Laut Mikel Bakker war diese Phase entscheidend, um alles sauber aufeinander abzustimmen. „Gemeinsam mit Kim Jalink von der Infektionsprävention und Aad de Best, dem Leiter des OP, haben wir uns angesehen, wie SAM am besten in den täglichen Ablauf integriert werden kann. Wir haben Vereinbarungen zu Übergaben, Kommunikation und Verantwortlichkeiten getroffen, damit jeder wusste, was von ihm erwartet wurde.“

So war nach den Sommerferien alles vorbereitet, um den Roboter vollständig in den täglichen OP-Prozess zu integrieren.

Innerhalb einer Woche voll betriebsbereit

Anfang September ging es sofort los. Von diesem Moment an läuft SAM mit voller Kapazität: Alle zwölf OP-Säle werden von Montag bis Freitag täglich desinfiziert. Eine beeindruckende Leistung, insbesondere für ein Krankenhaus, in dem der Roboter gerade erst eingeführt worden war.

Laut Mikel war dieser Erfolg vor allem auf eine starke Eigenverantwortung auf der Arbeitsebene zurückzuführen. Die tägliche Steuerung von SAM liegt bei Mustafa, dem Teamleiter Reinigung bei CSU, der den Einsatz des Roboters sorgfältig strukturiert hat.

„Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, dass alle mit SAM arbeiten mussten“, erklärt Mikel. „

Nicht nur einige begeisterte Kolleginnen und Kollegen, sondern das gesamte Team. Mustafa hielt fest, wer mit dem Roboter gearbeitet hatte, plante alle ein und sprach Mitarbeitende an, wenn eine Sitzung verpasst wurde. So blieb die Nutzung hoch und das gesamte Team sammelte Erfahrung.“

Durch diese konsequente Vorgehensweise konnte innerhalb weniger Wochen jeder eigenständig mit SAM arbeiten. „Alle mussten es machen, dadurch wurde es ganz natürlich zur Routine“, sagt Mikel.

„Nicht als Form der Kontrolle, sondern damit jeder Verantwortung übernimmt. Dadurch wurde SAM schnell ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit.“

Die Zusammenarbeit mit den OP-Sälen und der Infektionsprävention spielte dabei eine wesentliche Rolle. Dank der kurzen Wege zu Kim Jalink und Aad de Best verlief die Umstellung ruhig und gut strukturiert. „Weil jeder wusste, was von ihm erwartet wurde, lief es von Anfang an tatsächlich gut“, sagt Mikel.

Kurze Wege und Vertrauen in der Praxis

Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg ist die Zusammenarbeit zwischen CSU, Tergooi MC und Loop Robots. Seit dem ersten Tag gibt es eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe, in der Reinigungskräfte, Teamleitungen und Techniker direkt miteinander in Kontakt stehen. Fragen, Meldungen und Fotos werden dort geteilt, und Störungen werden umgehend behoben.

„Egal, zu welcher Uhrzeit, es gibt immer eine Rückmeldung“, sagt Mikel. „Wenn eine Fehlermeldung erscheint oder eine Lampe nicht richtig funktioniert, wird das sofort erledigt. Und wenn es etwas Größeres ist, bringen sie am nächsten Tag einen neuen Roboter und nehmen den alten mit.“

Diese kurzen Wege halten auch die Hemmschwelle niedrig, mit SAM zu arbeiten. Die Mitarbeitenden wissen, dass sie sich jederzeit an jemanden wenden können, was die anfängliche Anspannung schnell verschwinden lässt.

„Am Anfang hört man manchmal: ‚Ich traue mich nicht, das anzufassen, was ist, wenn ich etwas kaputt mache.‘ Aber dieses Gefühl verschwindet innerhalb weniger Wochen. Die Leute merken, dass es funktioniert und dass Hilfe in der Nähe ist. Vertrauen wächst ganz natürlich.“

Ergebnisse, die man sehen und spüren kann

Die Vorteile von SAM sind im täglichen Ablauf inzwischen klar sichtbar. Laut Aad de Best, dem Leiter des OP, sind die Zugewinne erheblich.

„Wir haben unser Ziel, den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren, mehr als erreicht“, sagt er. „Außerdem arbeiten wir schneller, weil keine Trocknungszeit mehr erforderlich ist. Das macht den Prozess effizienter und für alle im OP angenehmer.“

Auch Kim Jalink von der Infektionsprävention sieht den Effekt. „Mit SAM wissen wir mit Sicherheit, dass jeder Bereich des Raums erfasst wird. Sie erreichen all diese kleinen Ecken und Kontaktpunkte deutlich besser, und darüber hinaus ist der Nachhaltigkeitsaspekt, an dem wir im Tergooi MC arbeiten, unglaublich wichtig.“

The SAM® UV-C disinfection robot operates in an operating room, emitting blue light while disinfecting the space alongside anesthesia and monitoring equipment.

Jährlich werden inzwischen mehr als 2.500 Desinfektionen mit nahezu keinem Chemikalieneinsatz durchgeführt. Die Einsparungen sind erheblich, sowohl bei Materialien als auch bei Zeit. „Rechnen Sie es sich aus“, sagt Mikel mit einem Lächeln. „Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch einfach kluge Organisation.“

Der Erfolg in den OP-Sälen macht Lust auf mehr. Gemeinsam mit der Infektionsprävention wird nun eine Ausweitung auf die Pflegestationen geprüft, wo SAM denselben Beitrag zu Hygiene, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit leisten kann.

„Wir haben gezeigt, dass es funktioniert“, sagt Mikel. „Jetzt ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.“

Eigenverantwortung als Schlüssel zum Erfolg

Für Mikel ist der Erfolg von SAM im Tergooi MC vor allem der Beweis dafür, dass Eigenverantwortung und Zusammenarbeit den Unterschied machen. „Die Technologie ist wichtig, aber letztlich geht es um Menschen“, sagt er.

„Wenn man dafür sorgt, dass jeder seine Rolle kennt, die Wege kurz hält und Vertrauen schenkt, fügt sich alles ganz natürlich.“

Er blickt mit Stolz auf das zurück, was in so kurzer Zeit erreicht wurde. „Wir haben mit etwas Neuem begonnen, mitten in einem komplexen Umfeld, und innerhalb weniger Wochen lief alles so, als wäre es schon immer so gewesen. Das ist das Ergebnis eines Teams, das Verantwortung übernimmt, sich gegenseitig zur Rechenschaft zieht und gemeinsam vorankommen will.“

Inzwischen sehen die Mitarbeitenden SAM tatsächlich als Kollegin oder Kollegen. Es ist kein Projekt und kein Experiment mehr, sondern einfach Teil unserer täglichen Arbeit.

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